Mensch - Hamburg - Logo

Mensch - Hamburg - Logo   "Was machen Sie da genau?" - aus einem Interview über meine Arbeit


Photo von Hans- Jürgen Behrens


Damit ich Ihnen ein wenig über mich erzählen kann, kommt nun erstmal ein Interview mit mir.

Es wurde für die Zeitschrift Impulse der BAG-UB durchgeführt.

Ich arbeite ehrenamtlich in der Redaktionsgruppe.

BAG-UB ist die Abkürzung für Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V.

Link und Logo: Impulse         Link und Logo: BAG-UB = Bundesarbeitsgemeinschaft für unterstützte Beschäftigung


Sie können auf dieser Seite etwas über meinen Berufsweg lesen.

Auf der nächsten Seite geht es um Persönliches Geld

Dann erzähle ich, warum ich ein "Mensch zuerst" bin

Und es geht um "Leichte Sprache"

Ich zeige Ihnen auch wo diese Photos gemacht wurden


Ich bin 47 Jahre alt und wohnt in meiner eigenen Wohnung in Hamburg.


Herr Behrens, können Sie bitte kurz von Ihrem Berufsweg erzählen?

Als ich 1981 nach 10 Jahren mit der Schule fertig war, habe ich in Bad Oeynhausen ein Berufsfindungsjahr gemacht. Ein Jahr lang beim Wittekindshof.


Link und Logo: Wittekindshof

Der Wittekindshof ist eine diakonische Stiftung mit verschiedenen Standorten. Ich habe in Bad Oeynhausen im Wittekindshof gearbeitet. Auf dieser Deutschlandkarte kann man sehen, wo Bad Oeynhausen liegt:

Lage Bad Oeynhausen, Hamburg, Bremen und Kassel auf einer Deutschlandkarte


War Bad Oeynhausen für Ihren beruflichen Weg nötig?

Das wäre auch ohne Bad Oeynhausen gegangen. Aber es war gut. Mein erstes Berufsziel dort war Maurer gewesen. Das wollte ich vorher schon. In Bad Oeynhausen merkte ich, dass das nicht mein Ding war. Tischlerei, also die Arbeit mit Holz, war mir doch lieber.

Haben Sie dann sofort in einer Tischlerei gearbeitet oder erst noch mehr gelernt?

Als ich nach Hamburg zurückkam, habe ich sofort richtig in einer Tischlerei als Helfer gearbeitet. Ich ging zu Fuß von meiner Wohngruppe in Eppendorf dorthin. Eine Erzieherin hatte mir die Arbeit vermittelt, ich weiß heute nicht mehr genau wie. Ich musste etwa Dreck wegmachen. Ich musste in die Eimer reinstampfen. Das fand ich sehr eklig. Heute kann ich darüber zwar lachen. Damals aber nicht. Die Firma war klein: vier Leute. Ich arbeitete dort 2 Jahre. Dann war ich 4 Monate arbeitslos. Danach arbeitete ich 14 Jahre lang in der WfbM in Pinneberg.


Link und Logo: Lebenshilfe Pinneberg

WfbM ist die Abkürzung für Werkstatt für behinderte Menschen. Ich habe mal in der WfbM in Pinneberg gearbeitet.


1997 habe ich mich mit Hilfe meiner Unterstützerin beruflich verändert. Als erstes konnte ich ein Praktikum im Elsa-Brändström-Haus machen. Das ist ein Tagungshaus in Hamburg.


Link und Logo: Elsa-Braendstroem-Haus

Das Elsa-Brändström-Haus in Hamburg-Blankenese.


Durch die gute Unterstützung der Hamburger Arbeitsassistenz konnte ich mich dort bewerben. Es hat geklappt und ich habe einen Vertrag bekommen. Ich habe im Hauswirtschaftsbereich gearbeitet und das Essen für die Gäste vorbereitet. Ich war etwa 7 Jahre lang da. Danach war ich wieder 2 Jahre arbeitslos.

Seit 2007 putze ich nun bei der FAW in Hamburg die Toiletten, Büroräume und Schulungsräume in verschiedenen Gebäuden.


Link und Logo: FAW = Fortbildungsakademie der Wirtschaft

FAW ist die Abkürzung der Fortbildungsakademie der Wirtschaft. Unter Standorte kommt man auf die FAW in Hamburg - Barmbek.


Sind Sie zufrieden mit der Arbeit?

Ja.
Naja, es geht. Eigentlich putze ich nicht gerne. Aber ich bin froh, dass ich wieder arbeite.

Welche Unterstützung bekommen Sie bei der Arbeit?

Ich bekomme Unterstützung von der Hamburger Arbeitsassistenz. Die Arbeitsassistenten besuchen mich auf der Arbeit. Wir reden über Probleme. Wir fanden zum Beispiel gemeinsam heraus, dass ich auf der Arbeit zu viel rede. Ich sabbel.

Mussten Sie noch etwas für die Arbeit lernen?

Nein, ich lerne durch das Arbeiten.

Wie haben Sie die Arbeitsstelle gefunden?

Da hat mir die Hamburger Arbeitsassistenz geholfen. Sie haben mit mir Anzeigen durchgelesen. Das hätte ich alleine nicht herausgefunden. Dafür bin ich zu doof. Mit zu doof meine ich: Ich weiß nicht, wie man das genau macht, diese Akquise, also die Suche nach Jobs in der Zeitung oder im Internet.

Gibt es etwas, das Sie bei der Arbeit noch brauchen?

Ich habe alle Hilfe die ich brauche. Wenn ich etwas brauche, kann ich mir die Hilfe holen. Bei Problemen kann ich jemanden von der Hamburger Arbeitsassistenz fragen.


Link und Logo: Hamburger Arbeitsassistenz

Die Hamburger Arbeitsassistenz ist ein Fachdienst zur beruflichen Eingliederung von Menschen mit Lernschwierigkeiten.



Wie kann man "Persönliches Budget" besser beschreiben?

Mensch - Hamburg - Logo

Navigation:


Ich freue mich immer über Rückmeldungen:

behrens[ätt]barrierenarm.de

Hamburg Symbol     Hamburg Symbol     Hamburg Symbol

Mensch - Hamburg - Logo